Eigene Domain

[enthält Werbung]

Hallo ihr Lieben,

es ist endlich soweit: Ich habe eine eigene Domain!

https://www.kuechentraumundpurzelbaum.de/

www.kuechentraumundpurzelbaum.de


Dort findet ihr ab sofort alle neuen Rezepte und Posts, wie z.B. morgen die Käsetaschen mit dem leckeren Fourme d'Ambert. Die "alten" Posts und Rezepte werde ich nach und nach übertragen und mit einem Rezeptdownload-Button versehen.

Also schaut mal vorbei.
Bis bald,
eure Kathrina

Kaffeetörtchen – Backen mit dem Schwarzen Gold


[enthält Werbung]

Hallo ihr Lieben,
kaffeespezialitäten
der Duft von frisch aufgebrühtem Kaffee…
Ich liebe ihn. Wenn ihr den Duft genauso mögt, könnt ihr euch dann vorstellen, wie genial frisch geröstete Kaffeebohnen erst riechen? Ich kann euch sagen, absolut fantastisch. Ward ihr schon mal beim Rösten dabei? Nein? Dann nehme ich euch jetzt einfach mal mit.








Kaffee - Das schwarze Gold

kaffeerösterDer Duft von frischgerösteten Bohnen hat mich schon vor der Tür des Brotcafés der Bäckerei Hirth empfangen. Dort durfte ich nämlich miterleben, wie Kaffee geröstet wird und habe viele interessante Dinge zum Thema Kaffee erfahren. An dieser Stelle, vielen lieben Dank für diesen tollen Vormittag!
Die Bäckerei Hirth bezieht ihre ungerösteten Kaffeebohnen der Sorte Arabica-Bourbor-Tekisic von den Finca la Quintanilla in El Salvador. Es handelt sich hierbei um eine der edelsten Sorten, die es aktuell am Markt gibt. Der Kaffee ist mild im Geschmack, hat wenig Säure und enthält weniger Koffein. Durch die schonende Röstung ist der Kaffee sehr bekömmlich, aber dazu später mehr.









Vom Baum in die Tasse

Die Kaffeekirschen werden – wenn sie eine dunkelrote Farbe bekommen haben – von Hand geerntet. Da nicht alle Kaffeekirschen gleichzeitig reif sind, wird über einen Zeitraum von zwei bis drei Monaten täglich geerntet. Anschließend werden die Kirschen nach der Fully Washed Methode aufbereitet. Das bedeutet, dass  die Bohnen nach einem bestimmten Verfahren aus den Kirschen gelöst und gewaschen werden. Danach fermentieren und trocknen sie unter ständigem Wenden in der Sonne. Nach ca. 8-10 Tagen ist die Trocknung abgeschlossen und die Bohnen treten in den typischen Kaffeesäcken ihre weite Reise nach Deutschland an.
Der Kaffeesack ist nicht nur dekorativ, er verrät uns übrigens einiges über seinen Inhalt:

kaffeesackAltitude = Anbauhöhe
Varietät = Pflanzentyp
Processing = Verarbeitung. Diese ist entscheidend für den Geschmack des Kaffees (es gibt natural, pulped natural, semi-washed und fully washed)
Crop = Erntejahr
Screen = Bohnengröße. Die Bohnen werden nach dem Waschen nach Größe sortiert. Dadurch wird eine gleichmäßige Röstung sichergestellt.
Quantity = Erntemenge.









So, die Kaffeebohnen sind nun im Brotcafé angekommen, jetzt geht es ans Rösten. Durch das Rösten entwickeln die Kaffeebohnen ihre typischen Geschmacksprofile: Die Aromen gehen von fruchtig über holzig bis hin zu mikrobiologisch. Wobei ich mir ehrlich gesagt nicht vorstellen kann, einen Kaffee zu trinken, der modrig oder gar animalisch schmeckt.

Vor dem Rösten haben die Bohnen eine zartgrüne Farbe und riechen leicht nach Heu. Während des Röstens sind die Bohnen ständig in Bewegung und vollziehen einen Farbwechsel von hellbraun bis dunkelbraun. Dabei wird ihnen u.a. Flüssigkeit entzogen.




kaffeebohnenkaffeebohnen roh
frische Bohnen



Im Brofcafé werden die Bohnen 22-25 Minuten mit maximal 230°C geröstet. Durch diese schonende Röstung wird viel Cholorgensäure abgebaut, wodurch der Kaffee sehr mild und bekömmlich wird. Die Industrie hingegen röstet deutlich schneller und mit deutlich höheren Temperaturen (650°C Grad). Dadurch sind die Bohnen außen sehr stark geröstet, im Inneren hingegen noch roh und es bleibt deutlich mehr Cholorgensäure enthalten, was zu Magenschmerzen führen kann.
Abschließend wird der Kaffee noch in Aromabeutel verpackt und lagert noch ca. 3-4 Wochen um sein vollständiges Aroma zu entfalten.
Bevor ich euch jetzt das Rezept für ein leckeres Kaffee-Törtchen verrate, hole ich mir erst noch eine Tasse Kaffee. Woher der kommt, ist ja fast klar oder? Aus dem Brotcafé natürlich.

Rezept


kaffeetörtchen

Zutaten (für 4 Törtchen)


Teig


250 g Dinkelmehl (Typ 630)
1 TL Kuchenmysterium
1 TL Natron
1 Ei
100 g Rohrohrzucker
80 ml neutrales Pflanzenöl
250 g Joghurt
80 ml kalter Kaffee
100 g Schokotröpfchen


Ganache


50 g Schokolade
100 ml Sahne
außerdem
Puderzucker
etw. Zitronensaft
Mokkabohnen


 

 

 

 

 

 

Zubereitung


Teig

kaffeetörtchen
Die Backform einfetten und mit Mehl ausstäuben.
Das Ei verrühren. Zucker, Joghurt, Kaffee und Öl dazugeben und alles gut vermischen.
Mehl, Natron und Kuchenmysterium mischen und zur Eimischung geben. Vermengen bis gerade ein Teig entsteht.
In die vorbereiteten Formen füllen und im vorgeheizten Backofen bei 180°C Grad ca. 25 Min. backen. Stäbchenprobe machen.
Auskühlen lassen und aus der Form nehmen.


Ganache


Schokolade und Sahne erhitzen, bis die Schokolade geschmolzen ist. Abkühlen lassen. Die abgekühlte Masse mit dem Mixer aufschlagen bis sie steif ist.
Die Törtchen zweimal quer durchschneiden und mit der Ganache füllen.
Aus dem Puderzucker und dem Zitronensaft einen Zuckerguss herstellen.

Kuchen mit Zuckerguss und Mokkabohnen nach Belieben dekorieren.



törtchenstückIch hoffe, ich konnte euch die faszinierende Welt des Kaffeeröstens etwas näher bringen. Klar könnte ich euch noch mehr erzählen, aber das würde den Rahmen sprengen.
In ein paar Wochen gibt es im Brotcafé übrigens Kaffee aus indischen Bohnen. Ich bin schon sehr gespannt, wie der schmeckt.
Viel Spaß beim Ausprobieren, ich freue mich auf eure Kommentare.
Bis bald,
eure Kathrina

Martinsgänse – Gänsebraten mal anders

Hallo ihr Lieben,
MartinsgänseLaterne, Laterne, Sonne, Mond und Sterne. Brenne auf mein Licht, brenne auf mein Licht, aber nur meine liebe Laterne nicht… Ja, am Sonntag ist es schon wieder so weit: Es ist St. Martin und die Kinder dürfen mit ihren (selbstgebastelten) Laternen durch die Straßen ziehen und singen. Dieses Jahr haben die Kids im Kindergarten selbst gebastelt. Ich bin wirklich sehr gespannt auf das Ergebnis. Bisher habe ich die Laternen nämlich noch nicht gesehen.






Laternelaufen und Martinsgänse


Traditionsgemäß ziehen wir an St. Martin mit Laternen durch die Straßen und es gibt Martinsgänse (süß oder gebraten). Doch woher stammen diese Traditionen eigentlich?
Am 11. November feiern wir St. Martin, dieser Tag war allerdings schon lange vor Martins Tod ein bäuerlicher Feiertag. An diesem Tag war die Feldarbeit beendet und die Ernte verarbeitet. Zudem wurde die Pacht fällig. Dies wurde früher nicht mit Geld, sondern mit Waren bzw. Lebensmitteln gemacht. Da die Gänse zu diesem Zeitpunkt schlachtreif waren, wurde die Pacht häufig mit Gänsen beglichen. 

gebackene Martinsgans

Das Laternelaufen in seiner heutigen Form entstand erst im 19. Jahrhundert. Davor haben die Kinder Holz gesammelt, um am Vorabend des Festes große Feuer zu entzünden, die die Dunkelheit erhellen sollten. Da aber die meisten Häuser aus Holz gebaut waren, war das sehr gefährlich. Später erst kam man auf die Idee, die Kinder mit Laternen auszustatten und die Geschichte des Heiligen Martin durch ein einfaches Spiel zu erklären.
Dass Martinsgänse nicht immer aus süßem Gebäck oder Fleisch sein müssen – die Plätzchenzeit kommt ja schließlich auch noch – zeige ich euch jetzt mit meinem Rezept für Gänsebraten mal anders.

 

Leckere Martinsgans mit Käse

Rezept

Zutaten

Poolish

100 g Wasser
1 g Hefe
100 g Dinkelmehl (Typ 630)

  Hauptteig

120 g geriebenen Bergkäse
30 g getrocknete Tomaten
4 EL Olivenöl
5 g Hefe
400 g Dinkelmehl (Typ 630)
ca. 10 g Salz
170 g Wasser

Zubereitung

Poolish

Das Wasser mit der Hefe verrühren. Wenn sich die Hefe aufgelöst hat, das Mehl unterrühren. Bei Zimmertemperatur ca. 6 Stunden stehen lassen.

Gans aufgeschnitten Hauptteig

Die getrockneten Tomaten in etwas Wasser einweichen und hacken.
Poolish mit den Tomaten und den übrigen Zutaten verkneten. Ca. 6 Min. langsam und 2 Min. schnell. Den Teig in eine geölte Schüssel geben und über Nacht gehen lassen. Dabei zweimal falten (einmal abends und einmal morgens).
Den Teig vor dem Verarbeiten nochmals kurz mit der Hand durchkneten und auf einer bemehlten Arbeitsfläche ca. 1,5 cm dick ausrollen. Gänse ausstechen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen.
Backofen auf 230°C Grad Ober-/Unterhitze vorheizen und ca. 20-25 Minuten backen.
Tipp: Ihr könnt die Gänse vor dem Backen mit geriebenem Käse oder Mohn/Sesam etc. bestreuen.
KrautsalatZu diesem Gänsebraten der etwas anderen Art passen leckere Brotaufstriche oder ein herzhafter Krautsalat.
Ich wünsche euch viel Freude beim Laternelaufen und natürlich viel Spaß beim Ausprobieren.
Bis bald,
eure Kathrina